Smart Factory Expert

Trainingskonzept und Lernziele

Zielsetzung des Trainings ist es, den Teilnehmern ein vertieftes Verständnis über Digitalisierung in der Produktion zu vermitteln. Zielbilder, Technologien und das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation in einer Smart Factory werden dabei mit Top Lean Know-how verbunden. Durch diese Kombination wird es erreicht, dass Digitalisierung nicht zum Selbstzweck durchgeführt wird, sondern zur Verbesserung kritischer Stellen im Wertstrom und somit zum Fortbestand des Unternehmenserfolgs eingesetzt werden kann.
Das Training findet in der Lern- und Forschungsfabrik statt und ist durch einen umsetzungsorientierten Charakter geprägt. In Form von Gruppenarbeit, Fallbeispielen und Übungen werden die Lerninhalte praxisnah vermittelt.
Das Training ist in zwei Anwesenheitsblöcke und eine Praxisaufgabe aufgeteilt. Die Praxisaufgabe dient insbesondere dazu, das angeeignete Know-how einzusetzen und im eigenen Unternehmen aktiv zu trainieren.
Als Ergebnis können die Teilnehmer Wertstrompotenziale mit digitalen wie auch Lean Hebel identifizieren, die Bandbreite der digitalen Lösungsmöglichkeiten als Chancen erkennen und den Transfer in das eigene betriebliche Umfeld vordenken. Das Training schließt mit einer schriftlichen Prüfung zum zertifizierten „Smart Factory Expert“ ab.

Inhalte

Block 1

  • Zusammenspiel von Digitalisierung und Lean Management
  • Grundlagentraining Lean Management
  • Um Digitalisierungsthemen erweiterte Wertstromanalyse als Instrument zur Ist-Aufnahme und zum Soll-Design der Datenerhebung und -verwendung (Teil 1)
  • Identifikation relevanter Daten in der Produktion
  • Best Practices Datenerhebung
  • Digitalisierung in der smarten Fabrik von morgen verstehen:Zielbilder, Technologien und Entwicklungsstufen
  • Überblick IT-Systeme in der Produktion und Vernetzung von Datenquellen
  • Datenaufnahme digital umsetzen: Weg der Daten vom Sensor bis zum Dashboard und nächste Schritte
  • Abweichungen erkennen, systematisch erfassen und Problemschwerpunkte im lebenden Pareto abbilden
  • Best Practices Digitalisierung
  • Problemlösungstechniken, Anwendung des PDCA, Ishikawa und 5W sowie A3-Report für die Bearbeitung der Praxisaufgabe
  • Vorbereitung der Praxisaufgabe

Block 2

  • Vorstellung der Praxisaufgaben durch die Teilnehmer
  • Aktiver, gemeinsamer Erfahrungsaustausch durch die Diskussion von Vorgehensweisen, Ergebnissen, Erfolgsfaktoren und Barrieren
  • Um Digitalisierungsthemen erweiterte Wertstromanalyse (Teil 2): inklusive durchgeführtem Solldesign
  • Digitales Shopfloormanagement: Grundverständnis und Tools
  • Einführung Data Analysis mit praxisnaher Übung: Beispiele von Datensätzen aus der Produktion; Übung mit Microsoft Excel und professioneller Data Analysis Software
  • Cyber Security und die Rolle des Menschen
  • Digitale Transferthemen identifizieren und gestalten
  • Schriftlicher Wissenstest zum Smart Factory Expert

Praxisaufgabe

  • Die Praxisaufgabe wird zwischen Block 1 und Block 2 im eigenen Unternehmen umgesetzt
  • Jeder Teilnehmer führt sein erstes eigenes (kleines) Verbesserungsprojekt in der Digitalisierung durch
  • Praxistransfer in das eigene Arbeitsumfeld: Jeder Teilnehmer überträgt das erworbene Know-how auf unternehmensspezifische Aufgabenstellungen
  • Systematische Vorgehensweise: Die Durchführung der Praxisaufgabe orientiert sich am PDCA-Zyklus mittels strukturierter Problemlösung und wird im Rahmeneines A3-Reports dokumentiert
  • Begleitung durch Coach: Die Praxisaufgabe wird gemeinsam mit dem IWEX-Trainer definiert und eigenständig zwischen den beiden Präsenzblöcken durchgeführt. Der Trainer steht als Sparringspartner zur Verfügung
  • Schneller Abschluss: Die Auswahl der Praxisaufgabe setzt die vollständige Umsetzbarkeit zwischen den Präsenzmodulen voraus
  • Leuchtturmprojekt mit Signalwirkung: Die erzielten Verbesserungen sind in der ganzen Organisation sichtbar und bieten die Grundlage für die weitere digitale Transformation

Ihr Nutzen

  • Sie bauen ein Verständnis für Zielbilder, Technologien und das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation in der Smart Factory auf
  • Sie bekommen einen Überblick über relevante IT-Systeme zur Digitalisierung in der Produktion
  • Sie erleben reale Digitalisierungsbeispiele in der Lern- und Forschungsfabrik
  • Sie sind in der Lage, Verschwendungen im digitalen Wertstrom zu erkennen und daraus Verbesserungsprojekte abzuleiten
  • Sie verfügen über Kompetenzen zur Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen
  • Sie führen ein Digitalisierungsprojekt im eigenen Unternehmen mit Feedback durch die Referenten durch
  • Sie diskutieren die Potenziale der Digitalisierung in Verbindung mit Lean und gewinnen Sicherheit in der Argumentation

Zielgruppe und Voraussetzungen

Das Training richtet sich an Fach- und Führungskräfte, Digitalisierungsverantwortliche wie Lean Experts aus dem Bereich Produktion und den Schnittstellen zu Supportbereichen. Der „Smart Factory Expert“ kann als Vorstufe des Seminars „Senior Smart Factory Expert“ genutzt werden.

Voraussetzungen für das Zertifikat der Ruhr-Universität sind die eigenständige Durchführung einer Praxisaufgabe sowie ein erfolgreicher schriftlicher Wissenstest über die Seminarinhalte.

Termine und Infos

Nächster Termin   

24.-26.03.2020 (Teil I)

12.-13.05.2020 (Teil II)

Seminarzeiten

1. Tag: 9:00 - 17:00 Uhr (Teil I+II)

2. Tag: 8:00 - 17:00 Uhr (Teil I+II)

3. Tag: 8:00 - 16:00 Uhr (Teil I)

Veranstaltungsort

Ruhr-Universität Bochum

Teilnahmegebühr

2.995,- Euro inkl. Trainingsunterlagen, Verpflegung und Zertifikat „Smart Factory Expert“ der Ruhr-Universität Bochum